FILM | Orvuse on Oanwe – Servus in Wien (2013 / 1998)

FILM-orvuse«Wiens letzte originale Dudlerinnen | Ein Film von Christina Zurbrügg»

Orvuse On Oanwe heißt „Servus in Wien“ in der Sprache der alten Wiener VolkssängerInnen. Trude Mally, Poldi Debeljak und Luise Wagner gehörten zu den letzten ihrer Art, die die fast vergessene Kunst des Dudelns, eine Wiener Art des Jodelns, beherrschten.

Die Lebensgeschichten dieser drei alten Damen, sowie der singenden Wirtin Anny Demuth sind skurril, wehmütig und voller Lebenslust. Eine Reise durch die Vergangenheit, gezeichnet von Krieg, Umbruch und Schicksalsschlägen, geprägt von der Liebe zum Gesang. Das Filmprojekt zum Wiener Dudler steht unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission.

Frauenpower auf überraschende Art.“ (Dr. Ursula Hemetek)

Neue Version auf DVD: 60 min. / 4:3 / stereo /
Deutsch mit englischen Untertiteln (A 2013 / 1998)

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Mit: Trude Mally, Poldi Debeljak, Luise Wagner, Anny Demuth, Pepi Matauschek
Regie: Christina Zurbrügg
Kamera: Heinz Brandner, Renée Kellner, Wolfgang Thaler, Robert Winkler
Schnitt: Zuzana Brejcha (1998), Michael Hudecek (2013)
Animation: Martin Auer
Filmmusik: Reinhard Ziegerhofer
Produktion: GAMSfilm 1998 / 2013

 

Stimmen zum Film

Städte haben ihr eigenes Gesicht und ihre eigene Stimme. Eine Stadt selbst ist eine grosse Landschaft. Die Dudlerinnen sind eine Stimme dieser Landschaft, unverwechselbar und einzig. (Dr. Erhard Busek)

Als Musikethnologin diskutiere ich viel über die Objektivität von Dokumentarfilmen. Dieser ist subjektiv – aus Neugier, Unschuld und Rührung. Und das ist seine Stärke. (o.Prof. Dr. Gerlinde Haid)

Der Film ist ein erstklassiges Dokument der Volkskunde in der methodischen Tradition der oral history, er ist ein künstlerisch hochstehendes Produkt, er vermittelt Frauenpower auf überraschende Art und Weise. Die Kombination dieser drei Ansätze, des wissenschaftlichen, des künstlerischen und des gesellschaftspolitischen, macht ihn so unverwechselbar und wertvoll. (Dr. Ursula Hemetek, Institute for Ethno Music Research)

Mit “Orvuse on Oanwe” wurde eine Momentaufnahme einer Kunstform gemacht, ehe diese endgültig verlorengeht. Und dies mit dem erfüllten Anspruch einer künstlerischen visuellen Aufarbeitung. (Peter Wustinger, Kunst-Stücke)

„Die letzten Dudlerinnen Wiens“ ist ein exzellent gemachter Film. Die Armut des Alltags wird durch den Reichtum der Gefühle vergessen gemacht. Davon hat dieser Film viel. (Eberhard Görner, Director, Berlin)

“Eine Pionierinnentat zur Bewahrung weiblichen Liedgutes.” (AUF)